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Effektpedale im Überblick

Welche Effekte gibt es?


effektpedal
 
Es gibt eine Menge verschiedener Effektpedale. All diese können unterschiedliche Geräusche erzeugen oder den Klang auf die eine oder andere Weise manipulieren. Einige verändern den Sound sehr stark, andere sind subtiler, können den Gesamtsound aber aufpolieren.

Hier bieten wir euch eine Übersicht zu den bekanntesten Effekten:

Verzerrer

Verzerrende Effekte sorgen für eine Übersteuerung des Signals und führen zu einem rauen und aggressiverem Klang, welchen man vor allem in der Metal- und Rockmusik findet.
Der Begriff „Verzerrungspedal“ wird eigentlich häufig als Überbegriff für die verschiedenen Arten von Pedalen verwendet. Als wichtigste Arten der Verzerrer sind hier vor allem Distortion, Overdrive und Fuzz zu nennen.

Distortion

Der Distortion-Effekt wird meist von härteren Musik-Stilen wie im Rock und Heavy-Metal genutzt und verzerrt das Signal noch extremer als es der Overdrive tut. Der Eingangspegel wird erhöht und der Klang stark verzerrt, manchmal sogar so stark und aggressiv, dass der eigentliche Klang der Gitarre kaum noch zu hören ist.

Overdrive

Das Overdrive-Pedal verzerrt den Sound nicht ganz so stark und klingt somit etwas natürlicher. Oft wird es dazu genutzt, den Röhrenverstärker mehr in die Sättigung zu fahren und früher in die Verzerrung zu bringen, auch hier wird das Eingangssignal erhöht, bis die Röhren anfangen das Signal zu verzerren. Die Einstellungen eines Overdrives sind etwas sanfter, sodass der Klang auch mit nur leichter Verzerrung und Färbung drückt. Overdrives sind daher auch für weniger härtere Musikstile wie z.B. dem Blues sehr geeignet.

Fuzz

Das Fuzz ist der extremste der Verzerrungseffekte und erinnert mit seinem rauen und kratzigen Klang oft an einen defekten Lautsprecher oder eine Motorsäge. Es liefert einen basslastigen und lauten Gitarrenton und lässt das ursprüngliche Gitarrensignal oft kaum noch erkennen.

Wah

Ein Wah-Wah-Pedal bringt das Eingangssignal zum wabern, indem die Frequenz der Resonanzspitze im Spektrum hin- und hergeschoben wird. Oft wird dieser Effekt in Soli in Kombination mit Verzerrern verwendet, findet aber auch als alleinstehender Effekt im Reggae- und Funk-Bereich seine typische Anwendung.

Delay

Das Delay fügt dem Eingangssignal eine Kopie des Signals hinzu, verzögert dies um die eingestellte Geschwindigkeit und spielt es dann immer wieder ab. Einstellungsmöglichkeiten des sich wiederholenden Signals gibt es viele, mindestens kann aber die Geschwindigkeit, die Intensität und die Lautstärke der WIederholungen angepasst werden. Mit geringer Geschwindikeit eigestellte Echos (Slapback-Delay) können einen Verdopplungseffekt erzeugen, je mehr man mit den Einstellungen herum experimentiert, lassen sich sehr experimentelle Effekte, Sounds und Klangteppiche erzeugen.

Reverb

Ein Hallpedal verwändert das Eingangssignal zu einem raumartigen Klang und simuliert den Hall von der kleinen Kammer bis zu einer riesigen Halle. Es verleiht dem Klang eine große atmosphärische Tiefe und wird oft mit anderen Effekten wie z.B. dem Delay ergänzt.
Die drei wichtigsten und bekanntesten Halltypen sind Spring (Federhall), Room und Hall.

Chorus

Der Chours-Effekt fügt dem Eingangssignal mehrere veränderte Tonsignale hinzu, als wenn mehrere Signale gleichzeitig durch den Effekt laufen würden. Außerdem erzeugt er ein leichtes wabern und klingt reich, voll und dick. Es kann effektiv sowohl als subtiler Effekt als auch als offensichtlicherer experimenteller Effekt verwendet werden.

Flanger

Der Flanger ist dem Chorus sehr ähnlich, kann jedoch einen etwas offensichtlicheren Effekt erzielen. Es ist ein Klang, der in der Tonhöhe steigt und dann wieder sinkt, was an ein WahWah erinnert. Dem Eingangssignal wird eine Kopie des Signals hinzugefügt und leicht zeitlich versetzt wiedergegeben.

Phaser

Auch hier ähnelt der Phaser-Effekt den Flanger- und Chorus-Effekten, fügt dem Signal jedoch keine allzu starke Modulation zu. Durch die minimal zeitlich versetzte Ausgabe des Eingangssignals entsteht der Eindruck, dass ein Teil des Sounds verschluckt wird. Dieser Effekt setzt sich dauerhaft fort, so dass eine extreme Veränderung des Sounds erreicht wird.

Tremolo

Der Tremolo-Effekt klingt so, als würde die Lautstärke des Eingagssignal ständig an- und abschwellen und erzeugt somit einen schönen Wobble-Sound. Die Bedienelemente am Pedal steuern, wie groß diese Lautstärkeänderung ist und wie schnell sie auftritt.

Vibrato

Der Vibratoeffekt stammt von dem natürlich gespielten Vibrato, der auf vielen Gitarren zu finden ist. Der Effekt verändert die Tonhöhe des Signals und lässt sie dann wieder auf den Ausgangspegel fallen. Durch diese Arbeit lassen sich sehr organische, schwebende Klänge erzeugen.

Octaver

Eine Oktave ist der Abstand zwischen einer Musiknote, die mit einer höheren oder niedrigeren Tonhöhe gespielt wird. Der Ocatver fügt dem Eingangssignal also eine weitere Oktave über und/oder unter dem gespielten Ton hinzu. Somit lässt sich beim spielen mit der E-Gitarre beispielsweise ein Bass simulieren (octave down) oder eine zweite Gitarre, die um unisono eine Oktave höher spielt (octave up).

Compressor

Kompressoren können den Sound ausgleichen und professioneller klingen lassen. Er verändert die Dynamik und passt die Lautstärke des Eingangssignals an. Der Effekt hebt schwache Signale an und senkt gleichzeitig stärkere Signale ab. Der so auf einen Pegel komprimierte Sound macht es möglich, Lautstärkenunterschiede auszugleichen.

Volume

Volume-Pedale ersetzen z.B. den Lautstärkeregler der Gitarre. Damit kann die Lautstärke des Eingangssignals einfach mit einem Fußdruckpedal abgesenkt und wieder angehoben werden. Die meisten Volume-Pedale kommen sogar ohne Stromzufuhr aus.

Swell

Volume-Swell-Effekte arbeiten wie ein Volume-Pedal: Jeder Ton, der am Effektgerät ankommt wird zunächst auf 0 gesenkt und dann langsam angehoben. Die so entstehende Klangkulisse erinnert an langsam gestrichene Violinen oder Cellos.

Boost

Boost-Pedale oder auch schlicht Booster genannt, erhöhen wie die Verzerrer die Ausgangsstärke des Signals. Er wird oft als Lautstärkeregelung während Soli verwendet sowie um durchsetzungsfähige Clean-Sounds zu erzeugen. Außerdem werden Booster vermehrt vor Overdrive- oder Distortion-Pedalen eingesetzt, um den Grad der Verzerrung zu erhöhen.

Equalizer / EQ

Mit den EQ-Pedalen können Sie die Bässe, Höhen und Mitten Ihres Klangs einstellen. Während viele Verstärker dies bis zu einem gewissen Grad ermöglichen, bietet ein EQ-Pedal deutlich mehr Auswahl über das spezifische Klangband, welches hinzugefügt oder entfernt werden kann. Die meisten EQ-Pedal haben 7 Frequenzbänder zur Einstellung, einige bieten sogar noch mehr.

Noise Gate

Einige Effekte, vor allem Verzerrer, erzeugen auch mit True Bypass manchmal unerwünschte Nebengeräusche wie ein Summen oder Brummen und macht sich besonders dann bemerkbar, wenn der Effekt aktiv, aber kein Signal kommt.
Ein Noise Gate beschneidet das Signal und lässt sich einstellen, ab welcher Lautstärke das Signal durchgelassen wird. Auf diese Weise lassen sich Geräusche entfernen, das Signal jedoch vollumfänglich hörbar.

LoopSwitcher

Ein LoopSwitcher bietet die Möglichkeit, mehrere Pedale hintereinander in einen Loop zu fügen, um diese nicht alle gleichzeitig aktivieren zu müssen. Hängen mehrere Pedale in einem deaktivierten Loop, können diese aktiviert sein, ohne dass der Effekt hörbar ist. Wird dieser Loop nun aktibiert, wird das Signal durch alle Effekt umgeleitet. Man kann also mit nur einem Schalter mehrere Effekte gleichzeitig aktivieren und deaktivieren. LoopSwitcher gibt es auch als Midi-Varianten.

Looper

Das Looper-Pedal ist kein Effektpedal im eigentlichen Sinne, sondern wie der LoopSwitcher eher ein nützlicher Helfer. Der Looper nimmt das aufgenommene Signal auf und spielt dieses immer wieder ab, sodass es möglich ist, darüber z.B. zu solieren, etc. Die meisten Looper haben eine begrenzte Aufnahmezeit, geben aber die Möglichkeit, weitere Signale auf das erste aufgenommene Signal zu spielen und wiederzugeben (overdubbing). Ein gutes Pedal um alleine zu üben, mittlerweile wird der Looper aber auch von vielen Künstlern live bei Auftritten genutzt.

Buffer

Buffer haben die Aufgabe, das störanfällige (Gitarren)Signal zu stabilisieren, indem das hochohmige Signal passiver Tonabnehmer in ein störunanfälliges Signal mit niedriger Impedanz umgewandelt wird, dies verringert Störgeräusche bei langen Kabelwegen. Bufferschaltungen sind in allen Effektpedalen, die nicht nach dem True-Bypass-Prinzip, sondern mit einer elektronischen Umschaltung arbeiten, bereits integriert, hier kann also auf ein extra Buffer-Pedal verzichtet werden.

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