Zwischen Pedalboard und Persönlichkeit – ein Buch über uns Gitarristen


Mein Name ist Holle Humbuck und ich bin Gitarrist. Und wenn du das hier liest, ist die Chance ziemlich hoch, dass du ebenfalls einer bist — oder zumindest jemand, der weiß, wie schnell man sich in Sounds, Pedalen und Diskussionen verlieren kann.
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich nicht nur mit Musik, sondern auch mit allem, was drum herum passiert: Equipment, Gear-Talk, G.A.S. und die never-ending Suche nach dem perfekten Sound. Und natürlich die Aktivitäten im Musiker-Forum. Irgendwann wurde mir klar, dass genau dort eine Geschichte steckt. Nicht nur meine, sondern die von vielen Gitarristen. Aus dieser Beobachtung ist mein Buch "Zwischen Pedalboard und Persönlichkeit" entstanden.

Das Buch handelt nicht davon, welches Pedal das beste ist oder wie man den ultimativen Ton findet — denn ehrlich gesagt wissen wir alle, dass diese Suche wahrscheinlich nie wirklich endet. Stattdessen geht es um die Menschen hinter den Pedalboards. Um mich und vielleicht um dich. Um die Dynamik, die entsteht, wenn Leidenschaft auf Technik trifft und Musik plötzlich nicht mehr nur aus Spielen besteht, sondern auch aus Vergleichen, Optimieren und Austausch.
Ein großer Teil dieser Welt findet heute in Musikerforen und Online-Communities statt. Ich kenne diese Orte sehr gut. Sie können unglaublich inspirierend sein. Man lernt neue Perspektiven kennen, entdeckt unbekannte Marken, bekommt Hilfe bei Problemen und findet Gleichgesinnte, die verstehen, warum man sich stundenlang über Signalwege oder Buffer unterhalten kann. Für viele Gitarristen sind Foren eine Art digitales Proberaumgefühl — ein Ort, an dem man dazugehört, auch wenn man vielleicht gerade keine Band hat oder allein zuhause spielt.

Doch genau hier beginnt auch die andere Seite der Geschichte. Denn ein Forum oder eine Internet-Community kann den Fokus verschieben. Statt Musik zu machen, verbringt man plötzlich mehr Zeit damit, über Musik zu reden. Statt Songs zu schreiben, vergleicht man Setups. Man liest Erfahrungsberichte, schaut Bilder von Pedalboards und fragt sich irgendwann, ob das eigene Equipment überhaupt noch mithalten kann. Das passiert schleichend und meist merkt man es erst dann, wenn die Gitarre länger im Koffer liegt, während der Browser offen bleibt.

Ein zentrales Thema des Buches neben dem perfekten Ton oder der Sammelleidenschaft ist deshalb auch G.A.S. — das berühmte Gear Acquisition Syndrome. Jeder Gitarrist kennt dieses Gefühl: die Vorfreude auf ein neues Pedal, das Versprechen eines besseren Sounds, die Vorstellung, dass genau dieses eine Teil den Unterschied machen könnte. Daran ist erstmal nichts falsch. Gear begeistert, motiviert und kann kreativ machen. Problematisch wird es nur, wenn das Kaufen selbst zum eigentlichen Hobby wird und die Musik in den Hintergrund rückt. Ich schreibe darüber nicht von außen, sondern als jemand, der diese Gedanken und Impulse selbst kennt.

Was mich beim Schreiben besonders interessiert hat, ist die Frage nach Zugehörigkeit. Warum fühlen wir uns in diesen Communities so wohl? Warum kann ein Forum oder eine Gruppe so wichtig werden, dass ihre Dynamik unser eigenes Verhalten beeinflusst? Die Antwort ist vielleicht einfacher, als man denkt: Musik ist emotional, und wer sie liebt, sucht automatisch nach Menschen, die diese Leidenschaft teilen. Das ist wunderschön — aber manchmal kann das Forum wichtiger werden als die ursprüngliche Motivation, nämlich Musik zu machen.
Das Buch ist dabei keine Abrechnung mit Foren oder mit der Gear-Kultur. Im Gegenteil. Es ist mein Versuch, ehrlich hinzuschauen und mich selbst zu hinterfragen. Musikerforen können motivieren, Wissen teilen und echte Freundschaften entstehen lassen. Gleichzeitig können sie Druck erzeugen, Vergleiche fördern und den Blick weg vom Wesentlichen lenken. Beides existiert parallel, und genau diese Ambivalenz wollte ich festhalten.

Nun wirst du dich fragen, warum dich meine Sichtweise überhaupt interessieren sollte? Denn ich bin nicht berühmt, habe keine großen Taten vollbracht und wahrscheinlich bin ich nicht einmal ein guter Gitarrist. Ich bin einfach nur einer unter Vielen, aber ich bin selbst Betroffener. Ich schreibe nicht über Gitarristen, sondern als einer von ihnen. Mit denselben Macken, denselben Reflexen und denselben emotionalen Kurzschlüssen.
"Zwischen Pedalboard und Persönlichkeit" ist wohl mehr ein Selbsterfahrungsbericht als ein Roman und richtet sich an Gitarristen, die sich - genau wie ich - vielleicht schon einmal gefragt haben, warum sie mehr Zeit mit Equipment als mit Spielen verbringen. An diejenigen, die den Spaß am Tüfteln lieben, aber manchmal das Gefühl haben, dass irgendetwas verloren geht. Und an alle, die sich in der Mischung aus Leidenschaft, Humor, Selbstironie und ehrlicher Selbstreflexion wiederfinden.

Am Ende geht es im Buch nicht um Antworten, sondern um ein Wiedererkennen. Vielleicht liest du einige Seiten und denkst: „Genau so ist es bei mir auch.“ Vielleicht fühlst du dich verstanden oder leicht ertappt. Oder eben auch nicht. Beides ist völlig okay. Denn wir alle sind irgendwo zwischen Pedalboard und Persönlichkeit unterwegs.
Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit.
Holle


Mehrere kurze Leseproben findest du in den kommenden Tagen auf instagram. Um das Buch zu kaufen, klicke auf den Button:
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