DEIMEL im Interview

Interview mit Frank Deimel

Zu seinen Kunden zählen von den Ärzten über Nena und Element Of Crime bis hin zu Tocotronic noch viele weitere bekannte Musikgrößen. Was die Deimel-Gitarre in all ihren Bestandteilen so besonders macht, erzählt uns Tischler und Firmengründer Frank Deimel höchstpersönlich.

 

Über mich

Hallo Frank. Stelle Dich bitte kurz vor, wer bist Du, beschreibe Dich kurz, was macht Dich aus?
Hallo! Mein Name ist Frank Deimel. Ich bin Gitarrenbauer von Beruf, sagen wir eher Berufung. Ich lebe mit meiner Familie in der märkischen Schweiz und betreibe zusammen mit meiner Frau Kora Jünger und einem weiteren Mitarbeiter ausschließlich die Fertigung eigener E-Gitarrenserien, vorrangig unser Modell Firestar. Dies ist eine Offset-Gitarre im Stile der 60ties, wie man aber an unseren Artist- oder Experimental-Versionen sehen kann, lieben wir das offene Konzept. Dafür stehen wir, und das machen wir mit Vorliebe.

Bist Du selbst aktiver Musiker? Was machst du für Musik?
Ja und nein, ich spiele seit meiner frühen Kindheit Gitarre, hatte dann auch Unterricht als Jugendlicher im Bereich Jazz, aber später dann Bands in Richtung Rock/Funk, und in Berlin dann Industrial Hardcore… wir haben eine Platte herausgebracht und waren auf drei Tourneen, eine in Russland, in Finnland und in Deutschland. Aber seit ich hauptberuflich Gitarren baue, spiele ich nur noch täglich zum Testen, nicht mehr aktiv in einer Band.

Wie bist Du darauf gekommen Gitarren zu bauen?
Das begann in meiner Jugend, ich habe mir das Handwerk rein autodidaktisch beigebracht. Meine Leidenschaft zum Bauen entfachte in früher Jugend, es vermischte sich das Handwerkliche meines Elternhauses (Zahntechnisches Labor) mit dem Modellbau meines älteren Bruders und der Musikszene meiner Heimatstadt Hamm in Westfalen. Später in Berlin studierte ich nach einem Praktikum als Kunsttischler dann Industrial Design an der Hochschule der Künste, jetzt UdK. Parallel zum Studium machte ich mich nach einer Phase als Werkstattleiter bei PAG Guitars in Berlin dann selbstständig als Deimel Guitarworks.

Wie lange baust Du schon Gitarren?
Es begann mit 16, also inzwischen seit 36 Jahren, aber meine eigene Firma hatte ich 1998 in Berlin angemeldet.

Was war Deine erste elektrische Gitarre?
Das war eine Gibson SG Kopie, die mein Bruder eines späten Abends mitbrachte. Das war ein für mich sehr emotionales Erlebnis, sie sah aus wie die SG von Santana im Woodstockfilm, den wir uns oft auf unserem Videorecorder anschauten, aber auch die erste E-Gitarre, die ich in den Händen hielt. Irgendwie dachte ich, das ist es, einfach ein Schlüsselmoment für mich.


Meine Marke

Wie würdest Du die Marke "Deimel" beschreiben?
Wir bauen komplett vom rohen Holz in sehr traditioneller Weise individuelle Ausführungen unserer Modellpalette nach Kundenwunsch. Im Dialog mit unseren Kunden gehen wir sehr genau auf individuelle Vorstellungen ein, und sind sehr offen für neue Ideen und Anregungen. Solange unser vorgegebenes Design bestehen bleibt, bieten wir quasi permanenten Custom Shop an. Durch die manuelle Fertigung der Bestandteile über eigene Pickups sowie Lackierung im Haus können wir sehr viele Klang- und Designwünsche umsetzen, und das macht uns sehr viel Spaß. Der persönliche Kontakt mit dem Kunden während der Bauzeit ist uns sehr wichtig, um möglichst exakt die individuelle Wunschvorstellung umzusetzen.

Die Firestar ist wohl die bekannteste Form in deinem Sortiment. Welche Gitarre stand Pate dafür bzw. wie kamst du auf diese besondere Form?
Sie setzt eigentlich unsere Firmenphilosophie am besten um: „Best of both worlds“! Sie ist so gesehen eine Hybrid-Gitarre, eine Mixtur aus den beiden bekanntesten Offset-Gitarren der großen Vorbilder Fender Jazzmaster/Jaguar und der Gibson non-reverse Firebird. Ich finde es wichtig, eine eigenständige Form als Gitarrenbauer zu etablieren, aber anderseits möchte ich die Kunden auch dort abholen, wo sie sich zu Hause fühlen. Da nun mal die ersten E-Gitarrendesigns schon große, ergonomische Würfe waren, macht es keinen Sinn, diese zu ignorieren, aber noch weniger Sinn, diese zu kopieren, denn es gibt sie ja schon auf dieser Welt. Aber Eigenschaften die ich an der einen Gitarre gut finde, mit Lieblingseigenschaften einer anderen geschickt zu kombinieren, gefällt mir sehr als Designer. Es ist ein Reenactment, wie Ulrich Teuffel es mal so schön beschrieb, wir spielen quasi die Vorstellung durch eine Gitarre zu bauen, als wenn wir selber 1960 am Zeichentisch gestanden hätten. Also etwas, was es heute so auf dem Vintage-Markt auch geben würde, wäre die Geschichte anders verlaufen. Eine weiter gedachte, zeitgemäße E-Gitarre, aber mit Retro-Anleihen und Zitaten. Unsere Überzeugung ist einfach, dass die Qualität in den 50er und 60er Jahren, bevor die Konzerne von Geldgebern aufgekauft wurden, unschlagbar ist, und in dieser Tradition gestalten und bauen wir.

Baust du Korpusformen auch nach Kundenwunsch?
Nein, das machen wir nicht. Es würde unser Portfolio verwaschen, und immer wieder Fragen aufwerfen. Die Formen die wir anbieten sind sehr gut durchdacht, und decken eine relativ breite ergonomische, klangliche und geschmackliche Vielfalt ab. Es geht auch darum, eine eigene Nische zu besetzen, würde ich bspw. das Design von Metal-Gitarren mögen, würde ich Metal-Gitarren bauen, das tun aber andere viel besser. Es ist also auch eine sehr persönliche Geschichte, ich baue ja schließlich Gitarren, die ich selbst gerne haben würde :-)

Welche Hölzer benutzt du vorzugsweise?
Es sind im großen und ganzen schon die Klassiker, also amerikanische Roterle, Sumpfesche, Mahagoni, Khaya, Abachi, diverse Ahornarten, und diverse Griffbretthölzer, wie Ziricote, Palisander, Makassar Ebony.
Kurz nach unserem Umzug auf’s Land ist die HNE Eberswalde auf uns zugekommen, ob wir nicht Interesse an der thermischen Behandlung heimischer Hölzer haben. Das hat uns sehr fasziniert, sodas wir an einem Netzwerkprojekt (SubMat4Music) teilgenommen haben. Seitdem bieten wir auch Pappel, Linde oder Weide an, die thermisch behandelt sehr leichte und resonanzreiche Korpusse ergeben. Ebenso arbeiten wir an einem Ersatz für Griffbretter, hier gerät Hainbuche und Robinie thermisch behandelt in die engere Auswahl. Das ist allerdings noch in der Testphase. Darüberhinaus machen wir Walnusshälse und Alpenfichte-Bodies, vorrangig für unser neues Semi-Akustik-Modell die Bluestar. Hier wird die Alpenfichte auch thermisch behandelt. Wir finden es unterstützenswert, nachhaltig im Instrumentenbau zu denken und nicht zu letzt die Local Wood Challenge des EGB e. V. im Rahmen der Holy Grail Guitar Show hat gezeigt, was für unglaublich tolle Instrumente daraus entstehen können.

Kann ich meine Gitarre auch zur Reparatur und Einstellung zu Dir bringen?
Nein, ich habe das Reparaturgeschäft schon zu Berliner Zeiten eingestellt, der Fokus liegt ausschließlich auf der Entwicklung und dem Bau unserer Instrumente. Selbstverständlich machen wir alles an unseren Gitarren wieder fit, hier bieten wir eine lebenslange Garantie, wenn keine Mutwilligkeit zu erkennen ist.

Wie lange brauchst Du für eine Gitarre vom ersten bis zum letzten Schritt?
Das ist schwer exakt zu beantworten, wir sind aufgrund der traditionellen Bauweise nicht schneller und nicht langsamer als es diese Bauweise eben verlangt. Wir arbeiten an mehreren Gitarren zur gleichzeitig. Auch wenn die reine Arbeitszeit an einem Modell sicherlich zu erfassen wäre, aber was sagt das aus? Die Wartezeit allerdings ist bei uns immer noch 8-10 Monate, da wir viele Bestellungen haben. Das freut uns auch sehr, aber es darf auch nicht zu lange dauern, bis der Kunde seine Wunschgitarre in den Händen hält. Hier versuchen wir uns noch zu verbessern.

Stellst Du die Tonabnehmer für Deine Gitarren selbst her?
Ja in der Tat, allerdings nur für unsere eigenen Gitarren. Ich selbst finde es eine tolle Beschäftigung, es macht mir großen Spaß den Pickup zu wickeln, der exakt auf den Kundenwunsch für den Klang unserer Gitarren ausgerichtet ist. Darin sehe ich große Vorteile. Ich nehme in der Regel nicht Modelle anderer Hersteller (auf expliziten Kundenwunsch natürlich schon), sondern versuche möglichst der Klangvorstellung des Kunden mit eigenen Kreationen gerecht zu werden, und da schließe ich die Anfertigung der Pickups mit ein. Ich denke wenn man anfängt Tonabnehmer einzeln zu verkaufen, ist das schon wieder ein Geschäftszweig für sich, und man beginnt Kundengespräche über Sound-Vorstellungen zu führen, die mit unseren Gitarren nichts zu tun haben. Es würde wieder von unseren Gitarren ablenken. Lieber arbeite ich da fokussiert und intensiv an Gitarre und Pickups, um das optimale Ergebnis in jedem Einzelfall zu erreichen. Ich weiß, was ich erreichen kann mit bestimmten Magneten, Drahtarten und -stärken sowie Konstruktionsweisen und wende das genauso an, wie bspw. die Holzauswahl. Ich kann also den Gesamtcharakter der Gitarre noch besser steuern, da ich nicht eingeengt werde durch vorgegebene Parameter eines anderen Herstellers. Wir benutzen die klassischen Zutaten, amerikanischen Plain Enamel und Formvar Draht, diverse Alnico Magnete die wir selbst magnetisieren sowie klassische Spulenkörper und Kappen.

Auf welche Deiner Gitarren bist Du besonders stolz?
Es ist die Experimental Firestar. Wir haben schon seit einiger Zeit Kunden, die nach außergewöhnlichen Features gefragt haben, die wir bereitwillig umgesetzt haben. Basierend auf diesen Ideen haben wir dann die Firestar in der Kontur unverändert als Plattform genommen, und alles was uns sinnig erschien, neu gemischt und untergebracht. Dadurch konnten wir uns frei machen von traditionellen Schlagbrettformen und Zitaten, und eine moderne, nutzerdienliche Anordnung der Elemente gestalten. Da wir auch in der Planung schon alles digitalisiert vorliegen haben, können wir modulartig das jeweilige Modell konzipieren, und das wurde uns durch die Experimental Firestar besonders bewusst. Die Soundkammern in den beiden Korpushörnern sind mit Magnetdeckeln verschließbar, und diese Deckel machen wir aus Bakelit. Darunter befinden sich Piezoscheiben, die alle möglichen Geräusche der Gitarre wiedergeben. Man kann also diese Kammern als Trigger für Trommelgeräusche benutzen, oder sie bspw. mit Schrauben, Steinen, oder Unterlegscheiben füllen, um eigenartige Klackergeräusche zu erzeugen. Das Signal kann in Loopern verarbeitet werden, und somit entsteht ein perkussiver Rhythmus, zu dem wiederum gespielt werden kann. Zusätzlich besitzt die Gitarre einen Tonabnehmer hinter der Brücke, einen Killswitch, sowie unser einzigartiges Pickup LesLee®, welches zwei Klangquellen oszillieren lässt. Das kann in der Geschwindigkeit und Intensität an der Gitarre eingestellt werden. In der Regel benutzt man dazu den Steg und Halstonabnehmer, man kann aber alternativ auch den Pickup hinter dem Steg mit dem Halspickup „rotieren“ lassen. Das alles zusammen ergibt unendliche Möglichkeiten neue Gitarrentexturen zu erstellen, die insbesondere für Filmmusik oder Soundsamples und experimentelle Musik spannend sind. Die neueste Weiterentwicklung ist die Anbindung des Pickup LesLee® an einen modularen Synthesizer, das wollen wir zukünftig als Standard anbieten, und sind auf diese Entwicklung sehr stolz.

Deine Frau Kora designt und bemalt die Artist-Serien. Was passiert mit diesen Modellen?
Die Artist Edition ist eine Sonderserie, bisher nur basierend auf der Firestar Gitarre und dem Firestar Bass. Ich fertige grundierte, möglichst helle Rohlinge, die Kora dann als „Leinwand“ benutzen kann. Die künstlerische Arbeit ist ausschließlich Kora, ihr gesamter Background als Künstlerin fließt hier ein. Dann lackiere ich die Farbschichten ein, sodas am Ende alles matt glänzt, und sich völlig glatt anfühlt. Sehr schön ist aber dann der Moment, wo wir beide zusammen die Parts gestalten, hier hocken wir dann über der Gitarre und suchen gemeinsam farbige Knöpfe und Schalter, eloxierte Mechaniken und interessante Pickupkappen, sowie durchscheinende Schlagbretter aus. Wenn alles mit der Artwork eine stimmige Einheit ist, stelle ich die Gitarre fertig. Wir haben mit der Artist Edition für die Holy Grail Guitar Show begonnen, und inzwischen bekommen wir immer häufiger sogar Anfragen über bestimmte Themen. Wenn Kora sich vorstellen kann dazu zu arbeiten, nehmen wir den Auftrag an. Die Gitarren gehen teilweise an Händler, oder an Spieler und Sammler. Es ist sehr unterschiedlich. Zu unserem 20-jährigen Firmenjubiläum haben wir 5 +1 gebaut, eine Linkshänder kam dazu, und haben diese zu einem Sonderpreis limitiert angeboten. Die Serie verkaufte sich über Nacht. Als sie passend zur Feier fertig wurden, kamen alle Besitzer zur Abholung vorbei, und haben mit uns gefeiert. Das hat uns sehr gefreut.

Gibt es einen Showroom, wo man vorbeikommen und Deine Gitarren antesten kann?
Ja, wir haben hier auf dem Land eine wunderschöne Werkstatt gemietet, und dort gibt es einen Showroom mit diversen Röhren-Amps und Effekten. Da wir in der märkischen Schweiz (ca. 1h 10 Min. von Berlin entfernt) wohnen, bieten wir auch einen Shuttle-Service zur S-Bahn an, das sind ca. 40 min vom Zentrum, und dann noch 20 min mit unserem Auto. Man kann jederzeit vorbeikommen, schöner ist es natürlich wenn wir vorher einen Termin machen, dann nehmen wir uns Zeit für den Besuch.


Persönliches

Gibt es Gitarren anderer Hersteller, die Dich nachhaltig beeindruckt oder beeinflusst haben?
Sicher, ich habe Unmengen Bücher und Magazine gesammelt, und schon in meiner Jugend bestimmte Marken angehimmelt. Da meine prägende Phase in den 80ern war, nenne ich vorrangig Hamer als Haupteinfluss. Dazu kommt noch, das ich mich in unserem örtlichen Gitarrenladen City Musik in Hamm in eine 59er Gibson Les Paul Junior verliebt habe. Nach einer Woche war sie weg, und sie blieb verschwommen in meiner Erinnerung als Objekt der Begierde. Ich baute dann als erstes dieses Doublecut-Design nach, ich wollte unbedingt so etwas in der Richtung haben, und Hamer hatte ja schon die Special und die Sunburst auf dem Markt. Ich fand das total sexy, das man eine alte Gitarrenform „aufpeppen“ kann, oder eben redesignt, und „customizen“ kann. Irgendwie war mir von Anfang an bewusst, das E-Gitarren nicht statisch sein müssen, sondern wie Baukästen zu verstehen sind. Auch die alte Gibson war mit einen Seymour Duncan 59 HB an der Halsposition modifiziert worden, Lustigerweise tauchte exakt diese Gibson Jahrzehnte später in Berlin in meinen Laden wieder auf, ein Hammer Musiker hatte sie damals gekauft, und war wie ich nach Berlin gezogen. Ich fiel aus allen Wolken, als die Gitarre exakt wie aus meiner Erinnerung als 16-jähriger wieder vor mir lag. Klein ist die Welt!

Welche Gitarre eines anderen Herstellers würdest Du auf die einsame Insel mitnehmen?
Eine Hamer Sunburst von 1979 würde mich glücklich machen.

Womit verbringst Du neben dem Gitarrenbau Deine weitere Zeit?
Meine Familie und das neue Landleben! Es gibt hier noch so viel zu tun, da wir ein altes Haus gekauft haben, und die Natur bietet unglaublich tolle Möglichkeiten. Es gibt Seen, es gibt Wälder mit wunderbaren Mountainbike-Routen, Wanderrouten etc. Wir erkunden zunehmend das Brandenburger Umland, und fahren gerne auch in östliche Gebiete in den Urlaub, wenn es Corona erlaubt. Ansonsten pflege ich noch meine alte Liebe zur italienischen Marke Fantic Motor. Ich restauriere gerade eine Caballero Regolarita Casa, eine 50ccm Enduro von 1980…. das Jahr hat’s mir angetan :-)

Welchen Musiker/welche Band magst Du besonders?
Frank Zappa, Jeff Beck, Sonic Youth, Mogwai, Ministry, Bill Frisell, Neil Young, Tackhead, Mothers Finest, Rainbow, Frank Marino, Grace Jones, Melvins, 18th Dye

Was wärst Du geworden, wenn Du keine Gitarren bauen würdest?
Motocross Fahrer

Was macht Dir an Deinem Job am meisten Spaß?
Ich lackiere gerne und ich gestalte gerne, also das planen am Rechner, wo der Gesamteindruck der Gitarre minutiös festgelegt wird. Dann spinne ich gerne neue Ideen weiter. Ich liebe es, die Gitarre als Interface zu verstehen, und das Instrument als Medium zwischen Musiker und Klang zu betrachten. Da gibt es noch so viele Möglichkeiten, die auch immer wieder kulturellen Schwankungen unterliegen. Waren experimentelle Gitarren in den 60gern (aus Japan, Italien, England, etc.) „in“, so kommt es jetzt eventuell zu einem Revival in Hinblick auf die digitalen Möglichkeiten.

Was wünschst Du Dir für Deine Zukunft?
Ich wünsche mir eine glückliche Zeit, die erfüllt ist von Kreativität und Produktivität. Ich wünsche mir auch, das die E-Gitarre einen losgelösten Stellenwert von Rock und Pop bekommt, und mehr als Eingabemedium mit Saiten begriffen wird, und somit genreübergreifend als Instrumentengattung etabliert wird. Ich hasse diese Reduktion auf Rockinstrument, welches immer wieder totgesagt wird, das nervt und ist engstirnig.


Marketing & soziale Medien

Wie viel Zeit verbringst Du in den sozialen Medien, welche Plattformen nutzt Du bevorzugt und welche Rolle spielen die sozialen Medien im Bezug auf Deine Marke für Dich?
Recht viel gezwungener Maßen, da wir diese Medien für unser Marketing fast ausschließlich benutzen. Ich ertappe mich aber auch beim Abschweifen, man wird in so einen Strudel der Sensationen gezogen. Wir sind stark auf Facebook und Instagram sowie Youtube und Pinterest vertreten. Es kommen in der Tat globale Kontakte zustande, ich finde das nahezu genial. Wir können uns wunderbar darstellen, und erreichen exakt unser Zielpublikum. Was will man mehr als lokal agierender Handwerker? Das wir jetzt auch noch Glasfaser hier auf dem Land bekommen, bin ich sehr zuversichtlich, das diese Medien uns bestmöglich helfen können.

Du bist seit einiger Zeit schon aktiv in einigen unseren themenorientierten BOARD-Gruppen bei facebook. Würdest Du sagen, dass diese Community wertvoll für Gitarren-Hersteller sind?
Ja, absolut. Ich finde es sehr wertvoll, den Blick über den Tellerrand zu wagen, es inspiriert und ermöglicht einen Austausch von Wissen. Insbesondere elektronische Möglichkeiten interessieren mich sehr, und wie man Dinge verknüpfen kann, in Hinsicht auf meine Vision der experimentellen Firestar zum Beispiel.

Was liegt dir zum Abschluss noch auf dem Herzen?
Generell finde ich die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten extrem spannend, was den Musikbereich anbetrifft. Ich finde es toll, wie sich Gitarrenbauer zusammenschließen (siehe z.B. der EGB e .V.), um eine eigene Gitarrenshow zu machen wie die Holy Grail Guitar Show, oder die Synthesizer-Messe Superbooth, wo sich plötzlich wahnsinnig viel Kreativität zeigt, und sich vorstellig macht! Die Digitalisierung hat in so vielen Bereichen Einzug gehalten und es gibt so viele neue Möglichkeiten, sich zu verwirklichen, und Einfluss zu nehmen. Ich möchte diesen Trend unterstützen und dazu anregen, die Möglichkeiten sinnvoll zu nutzen! Man kann lokal und nachhaltig arbeiten und es gibt viele Chancen, Dinge besser zu machen, um mit eigener Kreativität seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Dazu möchte ich immer wieder ermutigen, und auch dazu beitragen, dass diesem Trend Beachtung geschenkt wird.

Schönes Schlußwort, danke lieber Frank und weiterhin alles Gute.
Vielen Dank nochmals für das Interview, es hat mir sehr viel Spaß gemacht!
Liebe Grüße, Peace and Love and Happiness :-)
Frank




 

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