Board Zum Sonntag: Marian Menge

#boardzumsonntag



Der Anfrage, mein(e) Board(s) vorzustellen, komme ich gerne nach, auch wenn ich selbst für mich festgestellt habe, dass das Thema Gitarre/Effekt/Amp so individuell ist, dass man sich nur schwer etwas abschauen kann. Das was ich verwende folgt keiner Logik, sondern ist über Jahre zu dem gewachsen, was ich inzwischen gerne verwende. Es gibt nur wenige Effekte, die mir wirklich uneingeschränkt gefallen. Mal stört mich der Sound, mal die (meist zu umfangreichen) Einstellungsmöglichkeiten vor allem neuerer Effektgeräte. Ich habe viel ausprobiert, um dann im Endeffekt doch bei meinen alten Pedalen zu bleiben. Zum Beispiel habe ich mir mal den klimatechnisch verwerflichen Luxus geleistet, mir zehn tubescreamerartige Pedale zu bestellen, nur um dann festzustellen, dass ich nichts besseres in Sachen Crunch finde, als meine derzeitige Kombination aus TS9 und Roots (das auch als einziges Pedal auf meiner Solo-EP zu hören ist). Dass es da die eine oder andere Stelle auf dem Board gibt, bei der andere die Nase rümpfen, ist klar. Aber es funktioniert für mich super.
Generell stehe ich in meinen verschiedenen Projekten auf zwei unterschiedlichen Füßen...

Nummer eins

Für zuhause, für Aufnahmen und für mein Singer/Songwriter-Elektro-Trio Ponderosa habe ich ein mittelgroßes Effektboard mit allen Standards wie Zerren, Modulationen und Hall/Delay. Darüber hinaus hat sich im Laufe der Zeit ein Experimentier-Board herauskristalisiert, das ich vor allem für Flächen verwende. Generell ist mein Anliegen irgendwie immer schon gewesen, den doch recht schnell ausklingenden Ton der Gitarre zu verlängern. Vielleicht liegt das daran, dass meine musikalische Sozialisation zunächst mit Klarinette und Saxofon angefangen hat. Das erklärt, dass ich Pedale wie das Plus Pedal von Game Changer Audio und das FreqOut von Digitech nicht missen möchte.

Die Signalkette läuft dabei folgendermaßen:
  • Okko Coca Compressor (vornehmlich zum Andicken und Verlängern des Sounds meiner Lapsteel)
  • Ernie Ball Volume (von da aus auch in den TC Electronic Polytune)
  • Electro Harmonix Pitch Fork
  • Servus! Pedale Reverb Sektion (um optional ein Reverb vor den Overdrives zu haben)
  • Servus! Pedale Roots Overdrive Sektion
  • Ibanez Tube Screamer TS9
  • JHS 3 Series Fuzz (den brauch ich nur für stotternde Velcro-Sounds)
  • Jam Pedals Wahcko Wah
  • Digitech Ventura Vibe
  • Servus! Pedale Tremolo Sektion
  • Digitech FreqOut
  • Line 6 DL4 Delay (seit meiner Zeit bei Voltaire mein Lieblings-Delay, inzwischen mit Morhell-Mods)
  • Chase Bliss Dark World Reverb

Zwischendrin gibt es noch einen Looper in den ich bei Bedarf mein anderes (Experimentier/Flächen)-Board stöpseln kann. Hier sind neben ein paar günstigen Standards eher ungewöhnliche Effekte wie Key9 und Synth9 von EHX, das Gamechanger Audio Plus Pedal und das Hexe FX Melusine.
marianmenge2

Nummer zwei

Bei den anderen beiden Bands, bei denen ich derzeit spiele (Alpentines und Fischer-Z) verwende ich für live, aber auch ab und an für Aufnahmen und beim Entwickeln neuer Songs, das Line 6 Helix LT. Bei Alpentines vornehmlich, weil ich damit schnell zwischen sehr unterschiedlichen Sounds umschalten kann und überhaupt, weil mit diesem Multi-Effekt-Prozessor Klänge und Effektkombinationen möglich sind, die ein normales Board nicht hergeben würde. In dieser Band mag ich es, Sounds zu finden, die mit Gitarre nicht mehr so wahnsinnig viel zu tun haben. Bei Alpentines verwende ich das Helix in einem Stereo-Setup mit zwei Amps, die einfach dahintergeschaltet sind, und in Kombination mit dem Electro Harmonix Key9. Die Amp-Simulation verwende ich hier nicht.

Anders sieht das bei Fischer-Z aus. Hier habe ich das Helix vor allem aus praktischen Gründen: Die Amp-Simulation ist gut genug für Live-Gigs und erleichtert unserem Mischer die Arbeit erheblich. Da ich hier viel mehr auf Standard-Sounds setze, die allerdings von Song zu Song leicht unterschiedlich sind, habe ich im Helix die komplette Setlist abgespeichert, so dass ich zu Konzerten tatsächlich nur mit diesem Gerät und einer Gitarre im Zug anreisen kann. Weiterer Vorteil ist, dass falls das Helix von John Watts mal kaputtgehen sollte, seine Presets auch auf meinem Gerät gespeichert sind, und wir dann schnell tauschen können. Wenn möglich habe ich zusätzlich einen Amp als Monitor auf der Bühne und zur Sicherheit ein einfaches Dual-Overdrive dabei. Damit lässt sich ein Fischer-Z-Gig auch komplett bestreiten.

Meine Haupt-Gitarren sind eine eine AM-200 (Ponderosa), eine aus verschiedensten Teilen zusammengeschusterte Strat (Alpentines) und eine Fender Thinline Telecaster (Fischer-Z). Ab und an spiele ich auch eine Lapsteel und eine Duesenberg Starplayer Special mit Bariton-Besaitung.

Liebe Grüße
Marian

Marian Menge Fischer-Z








 

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