Board Zum Sonntag: Holle Humbuck

#boardzumsonntag


Hallo zusammen,
mein Name ist Holle, Admin im PEDALBOARD-Forum und Betreiber dieser Seite. Und hier seht ihr mein Pedalboard in aktueller Ausführung, welches ich bei der Band SKAVIDA nutze.

History

Das Thema Effektpedale war mir nie allzu wichtig. Ein Zerrer und ein AutoWah waren alles was ich hatte (und brauchte?), bis zu dem Tag, als ich dem PEDALBOARD-Forum beigetreten bin.
Die vielfältigen Boards und die unzähligen Pedale, die ich dort entdeckt habe, hatten mich irgendwie in ihren Bann gezogen, dem ich heute noch verfallen bin, wenn auch nicht mehr so stark. Mal Fluch, mal Segen :-)
Und da der einzige Musikladen in der Stadt ausschließlich BOSS-Pedale im Sortiment hat, ging das Kaufen und die Tauscherei los, um so viele Pedale wie möglich antesten zu können.
Ich kann garnicht mehr genau sagen, wieviele Pedale kamen und gingen, aber es waren sicher einige. Und nebenher ergeben sich natürlich viele freundliche Kontakte mit anderen Pedalverrückten und man merkt, man ist nicht allein.
Natürlich wird die Konstellation des hier gezeigten Board sicher nicht für die Ewigkeit sein, aber was sag ich... ihr kennt das ja...

Die Band

Die Band SKAVIDA gründete ich 2013 zusammen mit dem Schlagzeuger und dem Saxophonisten und wir haben es bis heute miteinander ausgehalten ;-) Mit dabei sind Gesang, Bass, Posaune und Trompete, was insgesamt ne gute drückende Mischung ergibt.
Ich spiele seit 25 Jahren autodidaktisch Gitarre und bin nach den klassischen Rock-Zeiten und einigen Bandprojekten dann beim Offbeat hängen geblieben. Wir spielen im Prinzip alles was im Offbeat spiel- und tanzbar ist, vom Ska über Swing, Klezmer bis Reggae, nur eigene Stücke, ab und an mal eine kleine Coverversion mit dabei.
Zugegeben, allzu viele Effekte braucht es für den Musikstil garnicht, aber das Interesse an Pedalen und wie diese den Sound verändern und was ich dann damit anstellen kann, war doch größer als der reelle praktikable Nutzen. Es wurde irgendwie zum zweiten Hobby :-)

Die Klampfen

Ich habe neben Akustikgitarren nur Jazzmaster-Gitarren :-) Ich liebe die Form, den Look und den Klang. Meine Hauptgitarre ist eine butterscotch DIY-Telemaster mit Mahagonybody, Ahornhals und Staufer-Blues-PUs. Außerdem noch eine J.Mascis Jazzmaster, die ich abgeschliffen und mit dem Bunsenbrenner bearbeitet habe. Ich weiß, ist Geschmackssache, aber ich liebe sie. Außerdem noch eine weitere Jazzmaster in Creme-weiss, die aber eher ungespielt auf der Ersatzbank steht.
hollegitarren

Das Board

Dies ist bereits mein drittes DIY-Board, da ich im Laufe der Zeit immer weniger Pedale nutzen und mein Gepäck bei Gigs so kompakt wie möglich halten wollte. Wer mit über 40 noch Amps schleppt, ist selber schuld :-)
Der alte Holzkoffer kommt vom Flohmarkt, zusätzlich habe ich mir mit Sperrholz ne zweite Ebene in den Kofferdeckel geschraubt, welcher nun als Board fungiert. Für die Befestigung hab ich ihn mit Standard-Klett ausgestattet.
Meine Kette ist nicht besonders lang, hier mal ein paar Worte zu den aktuellen Pedalen:

"PEDALBOARD"-Pedal

Das Board im Gruppen-Logo-Design ist ein DIY-Pedal. Darin befindet sich ein ABY-Switcher gekoppelt mit einem Splitter (beides Bausätze von Musikding). Somit hat das Pedal 2 Eingänge - wählbar mittels Fußtaster - sowie zwei verlustfreie Ausgänge. Grund ist folgender: An Eingang 1 hängt das Wireless-System, damit ich ohne Kabel spielen kann. Eingang 2 ist fürs Klinke-Kabel, mit dem ich bei Proben spiele, um Batterie zu sparen :-)
Ausgang 1 geht in die Effekte und Ausgang 2 ist für das TC Helicon VoiceLive unseres Saxophonisten, damit das Teil (speziell im Harmonizer-Effekt) erkennt, welche Tonart gerade dran ist.

Wireless System

Nachem mir der Sender vom Line 6 Relay G10 nicht gepasst hat, hab ich mich für ein Funk-System von Smooth Hound Innovation aus England entschieden. Ist sicher kein Vergleich zu Sennheiser und Co, aber bisher hatte ich bei Gigs noch keine Probleme, trotz dass die Band mittels Wireless In-Ear spielt und einige Frequenzen die Bühnen oder den Proberaum verstrahlen.

TC Helicon Harmony Singer 2

Den Harmony Singer wollte ich schon immer mal ausprobieren, da ich in der Band für die zweite Stimme zuständig bin und ich denke, dass ich mit dem Teil mehr reißen kann. Es war ein guter Kauf aus der Gruppe, auf Grund der Corona-Situation konnte ich das Gerät im Bandkontext leider noch nicht ausführlich testen. Ich hoffe das ändert sich bald...

Grobert The One Preamp

Tja, was soll ich sagen. Dieses fantastische Pedal war ein Geschenk von Gruppenmitglied Jonathan Tönsmeier (bester Mann!) und es hat mich sehr geflasht. Ich nutze es als always-on-Pedal zur Verschönerung meines Grundsounds, es macht nochmal alles irgendwie fetter. Eingestellt so kurz vor Zerrung klingt es mega, auf 12 Uhr macht es dann nen schönen Chili Peppers-Sound. Voll aufgedreht ist es dann schon ein feiner Distortion mit dem ordentlich was geht. Für ein One-Knob-Pedal kann der ordentlich was. Macht mega Spaß, tolles Teil, kann ich wärmstens empfehlen. Das ganze geht dann in den HX Stomp...

Der Loop vom HX Stomp

Der Loop befindet sich aktuell im dritten Block des Stomp. Gesendet wird das Signal an einen weiteren LoopSwitcher...

Electric Roots 1-Channel-Looper-NoiseGate

Mann, was habe ich nach so `nem Pedal gesucht... Gut, ich fange von vorne an:
Ich hatte meine Drives immer in einem Loop, zusammen mit einem kleinen NoiseGate. Da nur die Drives mehr oder minder starke Nebengeräusche machen, brauchte ich das NoiseGate auch nur für diesen Zweck. Also stellte sich mir die Frage: Warum gibt es kein LoopSwitcher mit integriertem NoiseGate, welches eben nur aktiv ist, wenn der Loop (und damit die Drives) aktiv sind? Eigentlich doch eine logische Anordung und sicherlich ein Pedal, welches seine Abnehmer finden würde. Ich habe mich mit Chris von Electric Roots in Verbindung gesetzt, der mir dann auf meinen Wunsch hin so ein Pedal in dezentem altrosa-Farbton zusammenschusterte: Ein 1-Kanal-Looper mit nachgeschaltetem Gate von Madbean, welches eben nur im aktivierten Loop aktiv ist. Schalte ich den Loop aus, ist auch das Gate aus dem Signalweg und klaut mir keinen Sound. So muss dat. Wie gesagt, in diesem Looper hängen die (doch immer mal wechselnden) Overdrive-Pedale...

Orion Effekte Silverdrive

Nachdem ich bereits das Western Drive und das Dakota Drive von Orion gespielt habe, lag es nahe, das Silver Drive ebenfalls irgendwann auszutesten, denn die Pedale von Jan sind einfach fantastisch. Ich kam eher zufällig zu dem Pedal, mir wurde es in der Gruppe als Tauschobjekt angeboten, da habe ich natürlich zugeschlagen. Das Pedal war optisch in ziemlich verranztem Zustand, die Beschriftungen und das Logo sind abgegangen und sah nicht mehr schön aus. Jan hat mir angeboten, das Pedal wieder schick zu machen und hat Wort gehalten. Hiermit sei auch der Service von Orion Effekte nochmal deutlich gelobt und hervorgehoben. Tja, was soll ich sagen... Sehr schöner Overdrive, ich nutze ihn vor allem für verzerrten Rhythmuspassagen, wenn die Gitarre zwar fett aber nicht im Vordergrund stehen soll. Der Sound ist durchsetzungsfähig und die Potis machen eine schöne Sound-Breite möglich. Ich habe lange zwischen dem Okko Diablo+ und dem Silver Drive gestanden, nach einer langen Test-Veranstaltung hab ich mich aber für den Silver Drive entschieden. Was nicht heißen soll, dass der Diablo es nicht verdient hätte ;-) Vielleicht bau ich mir noch ein Zweitboard, da wird er seinen Platz finden...

Mad Professor Amber Overdrive

Auch ein Neuzugang auf meinem Board. Das Amber hat die gleiche Schaltung inne wie das Golden Cello. Da ich ein großer Fan vom Cello bin, musste ich das Amber ebenfalls haben. Ein mega sahniger Sound, den ich bisher noch bei keinem (außer dem Golden Cello) anderen Pedal gehört habe. Für mich der Lead-Sound schlechthin, ob für Soli oder Riff-geführte Songpassagen, das Ding brettert wie kein anderes. Klar hätte ich beim Cello einfach das Delay wegdrehen und somit auf den Amber verzichten können... aber wir wollen ja jetzt beim Pedal-Thema mal nicht über Vernunft sprechen :-) Tolles Teil in der Hand Wired Version, wer die Möglichkeit hat, sollte es unbedingt antesten, auch wenn man das Amber OD nur selten auf Board-Fotos in der Gruppe sieht. Es lohnt sich.

Mad Professor Golden Cello

Das ist es. Das ist meins. Einen so cremigen Sound hab ich von noch keinem anderen Pedal bekommen. Ich kann nur sagen, dass ich ihn liebe. Dann in Kombination mit dem eingebauten Delay ist es für mich DER Solo-Sound schlechthin. Da der Cello nicht mehr hergestellt wird, habe ich mir den Amber noch dazu geholt (gleiche Schaltung wie im Golden Cello, nur eben ohne das Delay). Mit Hinzufügen des Delay bekommt man richtig schöne singende Soli hin, ein für mich ganz fantastisches Pedal, großartiger, fast schon etwas fuzziger Overdrive-Sound, der aber gleichzeitig nicht kratzt und butterweich ist.
Übrigens ist mir vor ca. 2 Jahren ein interner Trimpoti abgerauscht. Ich hab das Pedal dann auf gut Glück inklusive nettem Brief mit der Bitte um Reparatur nach Finnland gesendet und hatte es nach 2 Wochen frisch überholt und repariert zurück. An der Stelle sei also der Service von Mad Professor ebenfalls positiv erwähnt. Gut, soviel zum Golden Cello... Der geht dann zurück in den NoiseGate-Looper und von da aus in den...

Electro Harmonix Micro Q-Tron

Dieses Pedal ist das älteste auf dem Board und gerade für Funk und Reggae genau richtig. Auch wenn der Stomp einen guten Envelope Filter an Board hat, kann ich mich vom Q-Tron einfach nicht trennen. Ich habe mich richtig daran gewöhnt und möchte eigentlich auch keinen anderen. Der hochgelobte Snow White Auto Wah von Mad Professor hat beim Shootout ziemlich versagt, wogegen der Funkzilla von SolidGold FX sehr gut da stand, mir der Preis aber definitiv zu hoch war. Das einzige Problem beim Micro Q-Tron war der deutliche Volume-Boost beim aktivieren. Das hat mich doch sehr genervt, hier hat mir Tobi von Pioneers FX aus Köln aber nen Volumepoti reingelötet und jetzt ist es der perfekte Envelope Filter.

Vahlbruch Phaser

Zu guter letzt gehts dann in den Vahlbruch Phaser. Da gibts eigentlich nicht viel zu sagen. Ich wollte einen Phaser ohne Schnickschnack, einen der einfach nur phasert und das aber bitte gut. Und da JayDee (sicher dem ein oder anderen bekannt) in der Gruppe gerade einen angeboten hatte, konnte ich nicht widerstehen. Und Vahlbruch ist ja für seine Schlichtheit und Qualität bekannt. Eigentlich benutze ich ihn insgesamt nur für einige kurze Gitarrenparts, dafür vielleicht zu overdosed... aber war ein gutes Angebot ;-)

HX Stomp

Und dann alles in den Stomp. Ja, warum der Stomp? Für so´n Analog-Pedal-Monk geht so´n digitales Multi doch garnicht...
Doch.... Ich spiele schon seit ein paar Jahren ohne Amp, viele Diskussionen und Fragen im PEDALBOARD-Forum drehten sich darum und am Ende bin ich beim Stomp gelandet. Zuerst bin ich ne Weile mit dem Bleeding Cowboys AA-F gut gefahren, eine analoge Amp-Simulation eines Fender-Amps (gibts auch als Marshall-Version) mit DI-Out und die kleine Kiste kommt immernoch als Backup mit zu den Gigs. Allerdings ist die Technik mittlerweile viel weiter und soundtechnisch war der Cowboy noch gut zu übertreffen. Ich habe mir dann das NUX Solid Studio geholt und ne Zeit lang genutzt, welches vom Preis-Leistungsverhältnis sicher eine gute Lösung ist, vom Sound war ich aber immernoch nicht sooooo zurfrieden. Dann kam die Frage: Strymon Iridium oder Helix Stomp?
Ich habe mich für den HX Stomp entschieden, nachdem ich einige Meinungen im Forum dazu gelesen hatte, nicht zuletzt, da ich neben den Amp- und Cab-Simulationen viele weitere Effekte inklusive hatte, was der Iridium ja nicht mitbringt. Ebenso kann man externe IR´s in den Stomp laden, sodass man diesbezüglich doch sehr flexibel ist. Ich glaube ich bin bezüglich des ampless-playing am Ende der Suche angekommen, wobei aktuell ja immer mehr Amp-/Cab-Sims den Markt erobern. Nagut, mal sehen...
Was die Bedienbarkeit angeht, musste ich mich erst etwas reinfuchsen, mittlerweile komme ich aber gut klar. Und mit dem Update Anfang des Jahres kann man im HX Stomp nun auch 8 statt bisher 6 Effektblöcke nutzen, das ist schon ziemlich viel Effekt für die Größe.
Presets schalte ich mit einer Patchbox von Looperwerk. Constantin baut solche Helferlein in solider Qualität.

Achso, die ganze Band spielt über ein In-Ear-System, für dessen Zweck wir uns ein feines Rack zusammengebastelt haben. Aktuell nutze ich ein InEar-System von LD Systems. Da ist noch Luft nach oben, aber für den Moment taugt´s...
So sieht´s aus, mehr gibt es zu meinem Rig erstmal nicht zu sagen.
Danke euch für´s lesen. Wer Fragen hat, spreche mich im PEDALBOARD-Forum an oder schreibe mir gern an die auf dieser Webseite unter Kontakt hinterlegte E-Mail-Adresse (gleich zusammen mit eurem Bild und Text fürs BOARD ZUM SONNTAG ;-)
Vielen Dank und schöne Grüße
Holle





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