Board Zum Sonntag: Greg Morrison

#boardzumsonntag



An dieser Stelle möchte ich zunächst einmal dem Holle danken, dass er so lange auf mich gezählt hat. Eigentlich hätte dieser Bericht schon vor Wochen kommen müssen. Schande über mich. Aber jut, sei’s drum, hier bin ich nun. Ich gebe euch im Folgenden einen Einblick in mein (Pedal-)Setup und wie ich es in meiner Hauptband „Down Ahead“ einsetze.

Der Sound

Meine Band bedient eine große Bandbreite an Soundmöglichkeiten. Prog-Monster ala Pink Floyd finden sich ebenso wie alternative Stoner-Einschläge. Deshalb muss ich mein Setup so generieren, dass eine möglichst große Bandbreite an Sounds abrufbar ist. Das ist auch der Grund, weshalb ich grundsätzlich auf Loopswitcher verzichte. Spontanität wird in der Band groß geschrieben und dementsprechend spontan suche ich mir die Sounds aus, die im Moment passen. So kommts auch mal, dass zwei Fuzzes, ein Drive und noch ein Phaser gleichzeitig laufen. Wall of Sound und Stepptanz quasi.
Im Grunde wandert mein Sound stets auf den Spuren der alten (Pink Floyd, Beatles, Velvet Underground) und neueren (QOTSA, Jack White, Radiohead) Meister.

Der Stil

Ich liebe Vintage-Kram. Mochte ich schon immer. Seien es Schallplatten oder hundealte Effekte. Und das bildet den Kerngedanken meines Sounds, wenn man ihn denn so bezeichnen darf/möchte. Aus diesem Grund finden sich bei mir im Setup Geräte aus den letzten 50 Jahren oder eben Reproduktionen dieser. Natürlich auch die ein oder andere Aktualität, aber im Grunde komme ich doch immer wieder nach Hause.

Das Equipment

Tja tja, das Equipment. Ist bei mir nie so ganz einfach. Meine Bandkollegen wissen, was ich meine. Immer wieder finde ich was, das ich haben muss und dafür geht wieder anderes. Oder ich horte. Und zwar wirklich!
AMPS: Ich spiele aktuell einen Fender Bandmaster (Top+Box) von 1965. Ab und an greife ich auch gern mal zu meinem Silvertone Twin Twelve, wenn’s dreckiger sein muss. Beide bieten genau die perfekte Pedalgrundlage und KEINEN Effektloop, den ich ohnehin nicht nutzten würde.

GITARREN: Auch das ändert sich immer nach Laune. Da ich ein ansehnliches Arsenal daheim habe, fällt es mir immer ziemlich schwer, welche Gitarren ich mitnehme. Ich liebe sie alle, dennoch hab ich mich hier für eine Auswahl meiner „Hauptinstrumente“ entschieden (Angaben ihn Gewähr):
  • Fender Jazzmaster 60th Anniversary
  • Fender Jaguar 50th Anniversary
  • Gibson SG Standard w/Vibrola
  • Rickenbacker 360
  • Fender XII (für 2 Songs)

Und zum Schluss, das PEDALBOARD:
Mein Paddel sorgt immer wieder für Aufsehen. Es ist riesig, schwer und muss zu zweit getragen werden (danke nochmal an alle Trägerinnen und Träger bisher). Es handelt sich um das THON-Pedalboard. Enorm stabil und gleich als Case funktionierend.
Der Strom kommt von einem Viererverteiler sowie einem Cioks DC-10. Läuft einwandfrei für +/- 20 Pedals. Zu denen komme ich jetzt entsprechend der Reihenfolge von der Gitarre an beginnend:
Korg Pitchblack Tuner: Macht was er soll. Ich brauche ne Brille und deshalb auch GROßE Buchstaben auf der Bühne.
EHX Mel9: Pefekt für Ambientsounds oder Soundscapes im Hintergrund. Ich nutze die chorale Funktion, als auch das Orchester und die Flötensimulation. Macht alles einfach nur epischer.
Boss CS-2: Aus den 80ern. Wohl der beste Kompressor, den ich je auf dem Board hatte.
TMR Mantic Flex: Ist so ein Pedal, für das man genau DEN Song haben muss. Ich nutze ihn einmalig beim Intro unseres Songs „I Think I Found The Ocean“ (noch nicht veröffentlicht). Für einmal benutzen im Set lohnt es sich! Ganz wirklich!
EHX POG V1: Meiner Meinung nach besser als die aktuelle Version. Ist mein Soßenbinder, dickt alles etwas an, vor allem Riffbasierte Songs. Zu hören bei „Howlin’ Heart“.
EHX Micro Synthesizer: Sorgt bei seinem Einsatz immer wieder für Überraschungen. Genial mit nem Drive danach.
MXR Phase 90: Wurbel schwurbel. Für etwas mehr Bewegung im Solo.
EHX Attack Decay: Brauchte etwas Zeit, um den richtigen Platz im Setup zu finden. Hat man es einmal raus, bietet das Teil echt geniale Möglichkeiten (sh. Sprinkle-Sound).
Moog Drive: Das beste Overdrive, dass ich jemals hatte. So grandios.
JHS Crayon: Meine Grundzerre. Ziemlich untypisch. Aber es klingt halt wie oben erwähnt „hundealt“.
Way Huge Conquistador: Schönes warmes Fuzz. Oft in Combo mit dem Moog Drive zu hören.
Vox V847A: Ist das Pedal, das schon seit Urzeiten auf meinem Board ist. Tolles Wahwah und meiner Frau liebster Effekt.
Proco RAT: Punk und Grunge. Und genau dafür da. In Kombi mit dem Wah ist das mein „Money-for-Nothing“-Sound.
TMR Plasma Coil: Bitterböses Fuzz, mein Solo-Standard.
Boss FV300H: Vernünftiges Volumepedal. Ich finde es sehr sinnvoll, dass man eine Mindestlautstärke einstellen kann. Gut für Swells.
MXR Micro Amp: Eines von zwei always-on-Pedalen in meinem Setup. Fährt die alten Röhrenamps etwas an.
Boss RE-20: Mein Delay-Standard. Und die Oszillation-Funktion ist wohl der meist genutzte Effekt im Setup. Nervt die Kollegen und macht mich glücklich.
Boss CE-1: Muss sein. Punkt.
Lichtlaerm Key&Gate: Ein wirklich gutes Noise-Gate. Mache ich nur in den Spielpausen an, wenn die alten Amps etwas Krach machen.
Echoplex Preamp: Ebenfalls always-on. Soundverfeinerer.

Das ganz geht dann noch in meinen Fender 63’ Reverb. Echter kriegt man einen Hall kaum hin und das Krachen beim Schütteln des Amps wird auch Malern genutzt. Dann ab in den Amp.
Danke für Eure Aufmerksamkeit und ich hoffe euch hats gefallen. Vielleicht darf ich’s mal noch aktualisieren. Irgendwann.
Macht’s jut Nachbarn!
Greg
 








 

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